KRISE #2 – Dein eigener innerer Garten
Ein Gespräch mit Julie Weißbach
22.01.2026 78 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge spreche ich mit der Künstlerin Julie Weißbach aus Lübeck. Julie ist eine unglaublich vielseitige Künstlerin. Sie ist Illustratorin, Liedermacherin, Podcasterin und Autorin, sie verwebt Sprachen mit Bildern und Bilder mit Worten und ist stets mit ganzem Herzen unterwegs. Und so hat sie mich in diesem Gespräch auch auf ganz vielen Ebenen und vor allem auf der Herzensebene abgeholt. Ich hoffe, Euch erfüllt das Gespräch genauso wie mich! Ganz viel Freude mit Julie!
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Transkript
Großstadt oder Landleben?
Gibt's auch was dazwischen? Ich finde, das ist so extrem. Kleinstadt.
Ach, es hat beide Seiten einen Vorteil. Ich finde Großstadt gut und ich ich Landleben habe ich noch nie erlebt, deswegen,
das ist für mich sehr theoretisch, aber ich also so als für einen Ausflug finde ich's toll. Ich weiß noch nicht, ob ich das immer aushalten würde. Genauso wie ich nicht immer Großstadt aushalten würde, glaube ich. Deswegen ja Kleinstadt.
Heute haben wir das Thema Mama Burnout. Lasst euch überraschen, es wird,
Bist du ein ganzes Stück? Ja.
Mhm. Mutterkuchen. Das schmeckt ja lecker. Danke. Chaos, Kunst und Muttermund,
der Podcast für Kreativität und Mutterschaft,
Hallo ihr Lieben. In der letzten Mini-Folge habe ich es ja schon angekündigt
Ich möchte mich aus gegebenem Anlass in den kommenden Folgen dem Thema Krise widmen. Und in dieser Folge mache ich das zusammen mit der Künstlerin Juli Weißbach aus Lübeck,
Juli ist eine unglaublich vielseitige Künstlerin,
Illustratorin, Liedermacherin, Podcasterin und Autorin. Sie verwebt Sprachen mit Bildern und Bildern, mit Worten und dass stets mit ganzem Herzen unterwegs.
Und so hat sie mich in diesem Gespräch auch auf ganz vielen Ebenen und vor allem auf der Herzensebene abgeholt,
Ich hoffe, euch erfüllt das Gespräch genauso wie mich. Ganz viel Freude mit Juli.
Ja, ich bin ja irgendwie äh mal wieder ins kalte Wasser gesprungen, weil ich jetzt seit über zwei Jahren das erste Mal wieder,
Mit dem Podcast starte und direkt ähm eine neue Reihe machen wollte und zwar zum Thema Krise, weil ich selber einfach eine unglaublich fassbar,
Große Krise gerutscht bin in den letzten Jahren und da so langsam wieder rauskrabbele und ähm,
Und irgendwie habe ich gedacht, das möchte ich zum Thema machen und ähm und irgendwie möchte ich mich darüber wieder neu verbinden, weil ich habe einfach die
Ja irgendwie auf ganz viel in jedem Ebenen Verbindung verloren und ähm ja zu mir selber, aber auch zu der Welt um mich rum,
Und du hattest mich ja vor einiger Zeit schon mal angeschrieben und hast mir dann ganz, ganz wunderschönes Buch geschickt, was du veröffentlicht hast und
Ich konnte ich hatte irgendwann einfach nicht mehr die Kraft für diesen Podcast und deswegen ist es nie zu dieser Folge gekommen.
In der wir über dieses Buch hätten sprechen können und ähm das hat mich auch echt traurig gemacht, aber ich habe dann irgendwann,
ja gedacht, ich ich versuche's jetzt einfach noch mal und habe dich angeschrieben und du hast sofort reagiert und sofort stand das Thema Verbindung, Verbundenheit im Raum und das fand ich so toll und dann dachte ich, dass es einfach so passend ähm,
ja damit zu starten und ähm ja du hast ja geschrieben, dass Verbundenheit für dich ein ganz wichtiges Thema ist,
Und ähm ich habe auch davor immer schon gespürt, dass uns das irgendwie verbindet. Also das Thema Verbundenheit, aber ja auch noch viel, viel mehr verbindet uns. Da können wir ja jetzt im Laufe des Gesprächs hoffentlich drüber sprechen. Ähm,
Aber ich dachte, vielleicht starten wir sofort mit der Verbundenheit. Ähm ja, was ist denn das genau für dich und warum ist das so wichtig für dich,
Ja, das ist ich finde, das ist, glaube ich, das größte Lebensthema ähm von allen überhaupt und,
Ich habe tatsächlich im im Vorhinein noch mal so ein bisschen drüber nachgedacht, so in Erinnerung auch an den an den Podcast, den ich ähm
Ja, mit einer lieben Freundin, mache mit Sony Noland und der ist jetzt auch so ein bisschen auf auf Pause und den machen wir nur noch sporadisch, wenn wir Zeit haben und ich habe halt gemerkt, wenn die da die Folgen vorbereiten, dass mir das immer hilft, ähm
ein paar Gedanken aufzuschreiben, damit es dann ne, wenn so ein großes Thema auf einmal vor einem liegt, nicht wie so ein Knäuel ist, was man erst mal abwickeln muss und gar nicht weiß, wo ist denn jetzt der Kern und deswegen habe ich mir jetzt ähm.
Ein paar Sachen aufgeschrieben und also für mich bedeutet glaube ich Verbundenheit am allermeisten der Kontakt mit mir selber und mit anderen und aber auch mein ähm Verankertsein in der Welt.
Weil, ja, wenn ich mit mir selber verbunden bin, dann spüre ich ja meine eigene Lebendigkeit und halt auch meine Möglichkeiten.
Also ich spüre, dass ich die im Leben nicht ausgeliefert bin und.
Auch wenn ich natürlich nicht in der Hand habe, was im Außen geschieht. Aber wenn ich mit mir verbunden bin, dann spüre ich mich und meine Leichtigkeit und meine Lebendigkeit und dass ich in mir selber zu Hause bin.
Und dann kann dieses in mir zu Hause sein, auch nicht so leicht erschüttert werden, ähm ja von Dingen, die ich halt nicht ändern kann, weil ich sie nicht in der Hand habe.
Und wenn ich mit mir verbunden bin, dann kann ich selber entscheiden, wie ich auf das reagiere, was in meinem Leben passiert, ohne dass ich das Opfer meiner Umstände werde.
Und dann schaffe ich's besser auf jeden Fall Dinge, die mir passieren, nicht als mein eigenes Versagen zu bewerten. Also ich weiß nicht, ob du das kennst, ne? Manchmal denkt man ja dann,
Boah, das ist irgendwie,
Ich hab's irgendwie nicht geschafft, das Hindernis aus dem Weg zu räumen und jetzt bin ich auf einmal weiß ich nicht, habe ich das Gefühl, dass dass meine eigene Schuld ist oder so, ne? Und das ist ja ganz oft gar nicht so. Man kann ja manche Sachen gar nicht,
bestimmen, also die die sind halt so, aber was ich halt ändern kann, ist, wie ich halt damit umgehe, ne, was was was ich mache, ähm wie ich darauf reagiere und,
wenn ich halt nicht mit mir verbunden bin, dann kann ich auch nicht so gut für mich sorgen, weil ich dann gar nicht merke, was ich gerade brauche. Mhm. Ähm.
Und das heißt, wie gesagt, natürlich auch nicht, dass die Umsetzung deswegen jetzt immer einfach ist, nur weil ich das jetzt so entschieden habe oder das jetzt der nächste Schritt mit völliger Klarheit auf der Hand liegt, aber wenn ich mit mir verbunden bin,
dann kann ich in meiner eigenen Selbstverantwortung sein und dann gebe ich sie halt auch nicht ab und dann sage ich nicht,
Ah, ich habe einfach immer Pech und das Leben ist unfassbar unfair und ne, das immer passiert mir das und das von außen. Ähm und es kommt einem ja manchmal auch unfair vor.
Aber wenn ich's halt schaffe in diesen Zeiten bei mir selber zu bleiben, dann habe ich auf einmal Möglichkeiten, nicht nur zu reagieren, sondern eben ja, aktiv Schritte zu gehen. Und das Schöne ist, wenn ich mit mir verbunden bin, dann kann ich's auch mit anderen sein.
Dann kann ich mich auf andere Menschen einlassen und ihnen wirklich begegnen,
mit den ganzen Facetten, die sie sind und dann kann ich für sie da sein und dann geht's halt nicht darum, dass mein Gegenüber einen Mangel in mir stillt.
Weil ich ja selber weiß, wie's mir grade geht und dass ich ich sorge ja schon für mich, dann muss es niemand anderes für mich machen, was sowieso auch kein anderer kann. Ähm ja, sondern halt im Gegenteil, dann habe ich halt Raum,
Um wirklich in Verbindung zu gehen und für die andere Person da zu sein,
Und was dann passiert, finde ich, ist was ganz Wunderbares, dass wir uns im Anderen erkennen und dass wir spüren, dass wir verbunden sind, dass wir uns ähnlich sind in unseren Sehnsüchten und unseren Hoffnungen und unseren Ängsten.
Und dass wir halt gemeinsam unterwegs sind in diesem Leben und verbunden in unserem Sein und dass wir nicht getrennt sind, dass wir nicht alle Einzelne unserer kleinen Blase für uns unser Ding machen müssen und hoffen, dass wir nicht untergehen
sondern dass wir uns ja auch bei der Hand nehmen können und da liegt so eine große Kraft drin, finde ich. Das ist so,
Das ist für mich das, was Menschsein, glaube ich, wirklich sein soll, dass wir verbunden sind. Mhm. Und ich finde das andere irgendwie ist einfach,
vielleicht auch unser künstliches Leben, was wir uns in den letzten Jahrhunderten aufgebaut haben, ne? Dies ist so ich muss jetzt alleine meinen Weg gehen und ich muss stark sein und ich muss mich abgrenzen, möglichst möglichst gut abgrenzen, damit ich auch raussteche und,
Das ist glaube ich alles so also so wie wir eigentlich gar nicht sind. Ich glaube, wir wollen eigentlich verbunden sein oder? Also wie wie fühlst du das? Hast hast du auch so ein so ein so ein,
Ja, wie so ein Grundbedürfnis ist fast schon, ich finde, es ist fast so, wie atmen und wie essen und also diese ganzen Dinge, die der Körper tun muss, um zu leben, finde ich, ist Verbundenheit auch so eine,
ja wie so eine tiefe innere.
Weiß ich nicht, so ein so ein so ein so ein innerer Wunsch meines Wesens, dass ich das halt will. Ich will verbunden sein und ich will wissen, wer um mich rum ist, wer die Menschen sind, ja mit denen, denen ich begegne. Ja.
Wow ja das geht mir ganz genau so und ich finde das fand das gerade total,
kraftvoll und hilfreich, äh mit wie viel Klarheit das ausgedrückt hast, weil mir da auch noch mal durchbewusst wurde,
Wie viele Bedürfnisse auch diese Verbundenheit abdeckt und wie viele Themen diese Verbundenheit auch abdeckt. Also ich habe ganz viel darin auch gehört, Verbundenheit zu mir selbst ist im Grunde auch eine Beziehung zu mir selbst.
Bin bei mir und ähm das bedeutet auch, ich stehe für mich ein und ich
sorge gut für mich das klingt so banal, aber ich glaube, dass die meisten Menschen als Kinder,
sehr viele schlechte Erfahrungen machen mit Begleitung,
und sehr viele negative Glaubenssätze ähm ja mit auf den Weg bekommen und verinnerlichen und dann als Erwachsene nicht gut für sich
sorgen können, also eben auch auf auf der emotionalen Ebene. Mhm. Und streng mit sich selber sind und eben was du meintest, äh würde ich halt sagen, oh, jetzt hast du das wieder,
falsch gemacht und du bist schuld und ne? Und wenn ich mir aber eine gute Begleiterin bin, dann ähm dann tröste ich mich und dann haue ich nicht auch noch zusätzlich auf mich ein, wenn ich hingefallen bin.
Und.
Ja, das ist mir grade auch noch mal bewusst geworden, wie dass das auch in dieser Verbundenheit drinsteckt und ähm aber Eier auch noch so viel mehr das ist wirklich, glaube ich, ein ganz tiefes Grundbedürfnis, denke ich auch.
Was du angesprochen hast, die die Gesellschaft, in der wir leben ähm oder das System, in dem wir leben, macht es,
Diesem Grundbedürfnis wirklich schwer und ähm es steht oft wirklich genau dagegen und versucht uns ja auch ähm ja voneinander da zu trennen,
und da muss man gegen all das muss man quasi ankämpfen, gegen die ganzen Glaubenssätze in sich aber auch gegen das System von außen, also ja. Ähm
Wie schaffst du's denn oder war das immer schon so, dass du äh dass du das so stark gespürt hast, diese Verbundenheit und da ja
so diese starke Verbundenheit zu dir selber hattest oder musstest du dir das erarbeiten oder wie wie hat sich das bei dir entwickelt?
Also ja, ich muss mir das auf jeden Fall erarbeiten. Ich ich glaube, ich habe relativ weiß ich nicht. Ich
Ich habe irgendwie immer gedacht, man lebt halt so, wie man lebt und ich hatte dann irgendwann,
ja vor ungefähr zehn Jahren hatte ich auch eine ziemliche Krise, wo es mir auch körperlich sehr, sehr schlecht ging. Ich hatte auch so ein paar Jahre synchronisches Fatigue-Syndrom. Ich konnte wirklich kaum noch meine eigenen Einkäufe die Treppe hochtragen, so ungefähr und ich war wirklich
also ich hatte so Angst, dass ich einfach nicht alt werde. Weil ich mich so unfassbar alt gefühlt habe, obwohl ich äh ja eigentlich erst äh so das war so in der Zeit zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig.
Und habe gedacht, wow, also wenn das das Erwachsensein ist, dann weiß ich ja nicht, was äh was kommt denn danach dann noch? Da da geht ja dann gar nichts mehr und da habe ich aber auch gemerkt
Dass ich's eigentlich gar nicht so richtig gelernt habe, mir selber eine gute Freundin zu sein, also weißt du so mit mir selber.
Ja, wie du halt schon sagtest, auch liebe von mir selber umzugehen und ich habe halt ich war irgendwie fest davon überzeugt, ich bin zwar ein positiver Mensch und
kann auch sehr irgendwie die Leichtigkeit des Lebens erkennen und die auch total genießen und auch leben, aber gleichzeitig habe ich unterbewusst glaube ich gedacht, das Leben passiert mir und ich kann dazu gar nichts tun.
Also weißt du wie, wenn man halt im im Regen steht und denkt, ja ich habe jetzt hier meinen Regenschirm, das den habe ich mitbekommen in meiner Kindheit und wenn's regnet, dann warte ich halt, bis es aufhört.
Mir hat halt keiner gesagt und vielleicht hätte ich das ich weiß nicht, ob man das oder ob man sich das selber irgendwann sagt. Also auf jeden Fall hatten wir's von außen niemand gesagt, dass ich da ja gar nicht stehen bleiben muss. Also ich muss ja nicht im Regen stehen bleiben
Ich kann ja auch so hingehen, wo es nicht regnet oder ich mache den Schirm halt zu und dann werde ich halt nass und entscheide das aber
und habe selbst ja in der Situation mich irgendwie positioniert oder ich gehe untern Baum und weiß ich nicht, wartet da bis es aufhört oder ich tanze im Regen, also ich habe ja nicht nur
dieses eine diese eine Aufgabe das jetzt einfach nur auszuhalten bis es vorbei ist.
Ja. Das war das, was ich irgendwie nicht wusste. Ich habe ich ich dachte, das wäre das das Leben wäre halt so. Und seit mir klar geworden ist,
unfassbar große Kraft drin liegt, dass ich selber entscheiden kann, was ich jetzt gerade mache, wie ich es also wie das, was mir begegnet in mich rein darf.
Und was ich damit dann innerlich mache, habe ich auf einmal das Gefühl gehabt, wow, das ist so, als würde eine Tür aufgehen, von der ich gar nicht wusste, dass sie da ist.
Also so eine so eine so wie ein Möglichkeitsraum weil dann passiert dann ne dann ist es auch nicht mehr so.
Na ja, wie so eine Riesengefahr, die auf mein Leben eindrasselt, wenn ich das nur aushalten muss, dann kann ich ja selber gar nichts machen. Mhm. Aber wenn ich selber was machen kann,
Dann bin ich auch gar nicht mehr so sehr in Gefahr, weil ich habe ja dann auf einmal Möglichkeiten und das wusste ich irgendwie nicht. Mhm. Und seit ich das weiß,
habe ich das Gefühl, kann ich viel viel besser mit meinen eigenen Krisen umgehen und sehe die viel weniger als eine ja weiß ich nicht als eine Art Bestrafung des Lebens, das mir jetzt schon den nächsten Stein in den Weg legt.
Und
Ich habe mir auch, ja außer Glaubenssätze, ne. Ich habe mir alle möglichen Sachen überlegt als als junge Frau. Ich habe halt ganz oft gehört, so wow, du hast so viele Talente.
Oh, du kannst wunderbar singen. Du kannst zeichnen, du kannst schreiben, was kannst du eigentlich nicht. Und ich habe halt ein ganz schlechtes Gewissen und dann habe ich irgendwann gedacht, ja, deswegen habe ich diese ganzen Krankheiten, das ist alles Payback.
Oh. So das alles je, jede Krankheit ist ein Payback für ein Talent. So weißt du? Ja. Und dann war ich halt richtig krank,
Also es war halt immer irgendwas und ich habe halt gedacht, na ja klar, irgendwie muss ich das ja ausgleichen. Es kann ja nicht sein, dass ich die ganzen Talente habe und die anderen nicht.
Und ich war so, ich ich hatte richtig das Gefühl, das ist so wie ein ja, das ist halt so eine so eine Last, die ich halt dann als Ausgleich bekommen habe, weil's ja sonst nicht fair wäre. Für die anderen. Ja.
Und auch da rauszukommen hat lange gedauert. Also um zu merken, es ist echt was für ein Quatsch und und also was ich mir da selber für ein Gefängnis auch gebaut habe.
Aber wenn man sich das nicht bewusst ist, dann ist es halt ganz schwierig, finde ich, das anders zu sehen.
Brille ist, durch die man guckt, ne? Und das sind ja auch teilweise kollektive Glaubenssätze. Also ich könnte mir vorstellen, dass das zum Beispiel auch,
ja so eine Folge des christlichen Glaubens sein kann, ne? Das ist ja ganz viel mit Bestrafung auch wir sind ja auch davon umgeben einfach und äh gerade ich glaube weiblich sozialisierte Menschen, die haben das wahrscheinlich noch mehr,
Ja und auch grad dieses bescheiden sein. Mhm. Also ich habe manchmal E-Mails geschrieben vor ungefähr 15 Jahren, wenn ich mich bei irgendwelchen,
Konzertorten beworben habe, um da zu spielen und dann habe ich regelmäßig Rückmeldungen von den bekommen, dass sie noch nie eine so ähm.
Wie hat er das gesagt, so eine bescheidene E-Mail bekommen hätte, wo jemand sein Licht zu untern Scheffel stellt? Wow.
Also so nach dem Motto, also ich find's ganz toll, was du machst. Warum warum gehst du denn nicht ein bisschen raus damit? Äh warum also du da also ne wie willst du das denn erreichen, wenn du gar nicht sagst, was du kannst sagen, aber ich hatte halt das Gefühl, dass es eigentlich das das darf ich nicht.
Ja, aber toll, dass du so Feedback bekommen hast. Das ist ja ähm auch konstruktives Feedback absolut und vielleicht war das auch wieder ein ein Stück Verbundenheit, die sich dann
Ja. Auf diese Weise gezeigt hat
Und waren das so kleine Erlebnisse wie dieses Jahr zum Beispiel, die dich zu dieser Erkenntnis dann gebracht haben oder zu deinen Erkenntnissen gebracht haben oder wie kam es, dass diese Tür sich geöffnet hat, von der du grad gesprochen hast?
Nee, ich habe eine Therapie gemacht. Ich ich hatte eine Depression und hatte das Gefühl, ich stecke total fest und da habe ich ähm,
Genau, im Gespräch mit der Therapeutin und gleichzeitig habe ich mich ganz viel auch so.
Ja, mit meinem eigenen Sein oder mit meiner eigenen Spiritualität äh beschäftigt. Ich komme aus einem ganz christlichen Elternhaus und habe aber gemerkt, dass diese Art des Glaubens für mich schwierig ist und dass ich irgendwie die Welt doch noch ein bisschen anders sehe und,
habe irgendwie fest, da habe ich halt festgestellt, dass ich so eine eigene Schöpferkraft auch in mir habe.
Das ist ja eher das, was die Art des Glaubens, die ich so gelernt habe, nicht ist, also dass die Kraft kommt halt nur von Gott und von außen und du selber bist halt ein Sünder quasi und ich habe halt festgestellt,
wow,
Also wenn nur, wenn's Gott gibt, dann ist es ja auch in mir, dann wenn der mich gemacht hat, dann bin ist es ja ein Teil von mir und warum sollte ich denn dann nicht wertvoll sein, wenn er nichts gemacht hat? Das macht ja gar keinen Sinn. Das war für mich so unlogisch irgendwie auf einmal. Und dann habe ich gemerkt,
Also das ist ja total cool. Das heißt, ich muss gar nichts dafür machen, um wertvoll zu sein. Ich bin schon wertvoll. Und,
irgendwie hat's irgendwie hat's in mir klick gemacht in dem Moment. Ich habe irgendwie das Gefühl gehabt, ich habe mich da auf meinen eigenen Weg begeben und habe dann in der mit der Therapeutin oft so die Theorie sozusagen besprochen, aber das eigentliche tiefe,
Innere fühlen und wirklich auch merken, wow, da da tut sich was in mir, habe ich irgendwie ja selber gemacht und dann.
Weiß nicht, ob du das auch so dann ich habe von viele Songs geschrieben, wo ich auch richtig gemerkt habe, in mir ist was aufgebrochen oder ich habe Texte geschrieben. Also mir hat da immer meine Kunst auch sehr geholfen. Mhm. Das rauszulassen, so als Ventil und
Ich habe auch immer gedacht, was machen eigentlich Leute, die das nicht haben? Wie wie wo denn hin mit dem ganzen Zeug? Also das muss auch irgendwo hin.
Also ist es ist es bei dir auch so, wenn wenn du wenn du irgend wenn du was hast, was dich gerade ja beschwert, wenn du denkst, oh der Rucksack ist echt ganz schön,
ganz schön schwer. Ja. Hast du da Ventile, wo du sagst, das ist mein erstes, wo ich dann hingehe in mir? Ja. Wie ich das rauslasse,
Also das ist bei mir auch tatsächlich die die innere Schöpferkraft, also da ist etwas in mir, das,
Ähm dass alle, all das, was mich beschäftigt und was mich auch blockiert und was mich runterzieht ähm aufgreift und das passiert aber alles,
Im Unterbewusstsein. Mhm. Und dann so Plopp kommt so auf einmal raus und dann merke ich das schon und ich heute Morgen hatte ich so einen Moment, also ich hatte das jetzt,
In letzter Zeit war es mir auch körperlich echt nicht gut ging, hatte ich das nicht so oft, weil ja, weil mir auch einfach wirklich körperlich die Kraft fehlte, aber in letzter Zeit kommt es immer öfter wieder,
das so auf und äh ich wollte eigentlich grad was anderes machen und dann merke ich so, oh dieser Satz da da,
da da hat er da geht grad was los und dann habe ich das ganz schnell aufgeschrieben und ähm so fangen meistens dann Songs an irgendwie so einen Satz habe und merke so oh da schwingt grad und das muss ich jetzt sofort aufschreiben und ähm.
Genau und dann passiert das eigentlich von selber. Ich gebe dem Ganzen dann nur den Raum. Also ich mache da selber gar nicht so viel und ich reflektiere auch in dem Moment gar nicht so viel bewusst, ähm,
Und das ist, glaube ich, dann auch eher hinderlich, sondern ich mache dann einfach. Das kommt raus und ich merke, das hat irgendwie eine eigene Qualität. Mhm. Die ist irgendwie.
Also das das ist nicht das ist jenseits von meinem Ego quasi. Mhm. Und da ähm dem gebe ich jetzt einfach Raum und und dann,
ist es da und dann kann ich damit arbeiten und dann kann ich damit spielen und also im wahrsten Sinne des Wortes kann ich's spielen als ähm genau und,
Und dann ja äh und der nächste Schritt ist dann ja auch noch, das dann zu teilen mit anderen Menschen und äh und ja, das finde ich einfach so schön, wenn sich da so ein Kreis einfach
schließt, so zwischen ganzen Verbundenheitsebeneinander, die du ja auch von aufgezählt hast, die Verbundenheit zu mir selbst die Verbundenheit mit dem, ja, mit dem größeren Ganzen und die Verbundenheit mit anderen Menschen und es kommt dann alles zusammen und das
So kostbar daran irgendwie. Auf jeden Fall. Das ist, als ob eher so ein wie so ein eigenes Mosaik in dir.
Sowie rausgechannelt wird fast schon, ne? Dann hinterher und denkt an und denkst, wow, hm. Das ist aus mir rausgekommen. Ich habe, also ich weiß gar nicht, wie das passiert ist. Ich habe das auch wirklich schon oft gehabt, dass ich ein Lied geschrieben habe.
Und die und das ist dann irgendwann wirklich passiert, was in dem Lied irgendwie erzählt wurde und äh also zum Beispiel habe ich auch schon mal das Ende einer Beziehung vorher in einem Lied verarbeitet, ohne es zu wissen. Mhm.
Und im Nachhinein denke ich dann auf einmal so, ah krass, okay, das ist damit gemeint und da schwingt manchmal so viel Universelles mit,
Was dann viel, viele Jahre später auf einmal nochmal eine ganz andere Ebene irgendwie für mich auch nochmal deutlich macht, die ich in dem Moment gar nicht gesehen oder verstanden habe. Ja.
Ich finde das ich fühle mich da eigentlich immer total beschenkt durch irgendwie, weil das ganz viel in Bewegung bringt, ohne dass ich selber,
da viel für gemacht habe, außer dass ich den Raum dafür geöffnet habe, so. Hm.
Bei dir mit dem Liederschreiben? Ganz eigentlich ganz ähnlich. Also ich ähm also ich schreibe meine Songs ja in drei Sprachen, also auf Französisch, Englisch und Deutsch. Mhm.
Und eigentlich kann ich mir das passt nie aussuchen, in welcher Sprache das Licht kommt. Das kommt halt. Und ich habe auch Lieder deswegen, die sind in drei Sprachen oder in zwei oder ich rein dann auf Französisch und Deutsch.
Manchmal rein. Ich war nicht so oft, aber wenn, dann ist es mache ich das total gerne, so als kleines Spiel, dass ich einen Satz auf Französisch und seinen Satz auf Deutsch und,
Manchmal sagen dann die Leute zu mir, ja aber wieso hast du das denn jetzt auf also ich habe zum Beispiel einen Song.
Da geht's darum, wie ich äh ich habe eine Zeit in Paris gewohnt und den habe ich in der Bahn geschrieben, in der Bahn, passiert sowieso ganz viel und ich war auf dem Weg zum Flughafen,
und habe an der Strophe halt beschrieben, äh ja wie ich im Zug sitze aufm Weg zum Flughafen und wie die Szenen,
neben mir in ihrem Flussbett schläft, also auf Französisch ist das total schön. Auf Deutsch wird das superkitschig. Das wäre gar nicht auf Deutsch gegangen. Und im äh in der zweiten Strophe sitze ich halt an einem Horizont, äh steigt ein Flugzeug in den Himmel und in der zweiten Strophe sitze ich selber drin und gucke auf die Stadt runter.
Und im Refrain singe ich auf Englisch, ähm wie ich wieder in mein anderes Leben zurückkehre und das ist so diese beiden Leben in dem Song. Mhm. Und dann sagen die Leute zu mir, ja, aber Juli, hä, wieso machst du denn den Teil auf nicht auf Deutsch, der auf Englisch ist, weil das ist doch dein Leben in Deutschland.
Und dann sage ich so, ja, ich weiß das nicht. Ich kann dir das nicht sagen, der Song wollte nicht auf Deutsch im Refrain kommen. Und dann habe ich das
Habe ich das respektiert sozusagen. Oh, dann ist der jetzt im Refrain auf Englisch.
Und vielleicht ist auch, weil man sich da gut verstecken kann, aber ich habe eigentlich gar nichts zu verstecken. Das ist auch kein Song, der irgendwas,
weiß ich nicht Geheimnisse ausplaudert, die dich ausgeplaudert werden soll. Das ist eigentlich wirklich nur eine Geschichte von einer Heimkehr, aber es ist halt, ja,
Und das ist irgendwie zeigt das so, dass das,
ja, dass das Inspiration ist, ist ja wirklich so, dass ich glaube, das kommt ja auch vom lateinischen irgendwie in in Spirare und dann irgendwie so ins inspirit, im im so im Geist, in.
Ist halt größer als ich. Ich äh ja
und dann ist es, dann mache ich das sowieso. Ich muss dann in dem Moment alles anhalten oder schnell aufschreiben und die die aber ausbreiten und dann wird es zu mir kommen und dann gucken, dass ähm dass es bleibt sozusagen, indem ich's auf eine Art festhalte.
Und dann halt wieder Teile und dann wieder Verbundenheit dadurch entsteht. Hm. Indem sich jemand drin wiederfindet und sagt, oh ja, das habe ich auch schon so erlebt und das finde ich dann immer so schön, wenn das dann nicht nur meins ist oder vielleicht gar nicht mehr meins ist, sondern dann draußen,
ist und das von niemand anderem wird. Ja. Das ist irgendwie die Macht der Zauber der der Musik irgendwie finde ich, was auch Musik noch ja vielleicht noch mehr und intensiver kann als andere Arten von finde ich.
Finde ich auch. Ja. Echt so ein Geschenk, wie du sagst. Mhm.
Aber du drückst dich ja in vielen Medien aus und du äh zeichnest ja auch und du schreibst Kurzgeschichten, Geschichten und Gedichte ähm,
Und dreisprachige Musik. Ähm wie kommt es denn wann entscheidest du dich denn für welches Medium? Na ja meistens ist es ja so, dass irgendwas,
im Außen zu tun ist, also was weiß ich, dass ich zum Beispiel Konzerte habe, dann übe ich für die Konzerte.
Oder ich ähm ich mache jedes Jahr einen Kalender mit meinen ähm mit meinen Bildern und Illustrationen und habe mir dieses Jahr ganz fest vorgenommen,
dass ich früher anfange, weil ich letztes Jahr so gestresst war davon, dass ich zu spät angefangen habe und dann alles auf einmal war, dass ich wirklich so ein ich musste am Ende sogar noch ein Konzert absagen, weil ich's äh die Kraft nicht mehr hatte für alles.
Ähm weil am Ende des Jahres mache ich dann halt immer Konzerte und verkaufe auf den Konzerten meine Kalender und auch meine Bücher und das ist einfach eine super Kombi, um meine drei Künste quasi unter die Leute zu bringen und das funktioniert supergut. Es ist wirklich die Zeit im Jahr, wo's
wirklich gut funktioniert und sonst ist es ja manchmal auch nicht so einfach,
Und deswegen habe ich mir jetzt ganz fest vorgenommen, ich bin dieses Jahr ganz früh und ich sitze jetzt grad an den äh Illustrationen für den Kalender und ich merke aber, ich habe noch nicht so richtig Druck.
Und ich bin einfach so ein Mensch mhm ich glaube ich bin sehr.
Angeleitet von dem, was mich gerade erfüllt. Und ich habe die ganze Zeit das Gefühl, ich würde eigentlich super gerne ein neues Album aufnehmen. So ist es so. Also seit Jahren habe ich kein Album mehr gemacht. Das ist äh,
zehn Jahre oder so das letzte Album her, das hatte ich mit meinem Mann äh zusammen aufgenommen. Der ist ähm mein bester Tonmann. Aber so eine Albumaufnahme kann für eine Ehe auch eine echte Herausforderung sein.
Und das war wirklich, das waren harte Zeiten und wir haben seitdem uns nicht mehr getraut, das nochmal zu machen, weil es so anstrengend war und ich habe aber auch noch keinen Plan B, mit wem ich das sonst machen könnte, weil ja eigentlich der perfekte Mensch dafür ist.
Mhm. Aber,
Ja, na ja und deswegen ich hab's halt deswegen nicht gemacht, aber es schwitzt so im Hinterkopf und dann denke ich, ah ich könnte da jetzt gleich auch einen neuen Song schreiben und dann sitze ich an meiner Zeichnung und denke, ja, aber das macht doch jetzt eigentlich auch Spaß, aber nee, eigentlich hätte ich auch jetzt irgendwie Lust, einen Hack zu schreiben und da merke ich wirklich, dass so ein,
Da ist was äh wie so ein innerer Schmetterling. Ich kann das irgendwie gar nicht benennen, der dann alle Möglichkeiten grade mal austesten will, weil da halt keine Mauer ist, die mich bremst, was auf eine Art super ist.
Aber andererseits natürlich dann manchmal auch den Fokus so ein bisschen verschwimmen lässt und das ist glaube ich bei Leuten, die.
Ich stelle mir das zumindestens vor, Leute, die eine Sache machen und da ganz klar ist, dass das ihre Sache ist,
Nur dieses eine Ding, dann haben die halt das und dann machen sie das. Und dann ist es vielleicht auch mal irgendwann fertig. Ja.
Und ich merke halt, ich kann nichts von dem, was ich mache, weglassen, weil das alles so zu mir gehört. Aber es hilft natürlich in dem Moment dann manchmal nicht, den Fokus äh klarzustellen und dann irgendwie so rumzuschmetterlingen. Ähm,
Bei dir ist das doch auch so, oder? Du hast doch auch verschiedene Sachen. Du machst tolle Zeichnungen, du machst Musik, ähm ich glaube, du schreibst auch Gedichte, oder? Ja.
Aber die habe ich noch nie veröffentlicht. Ähm,
Vielleicht machst du das ja irgendwann. Ja, dass du möchtest dich auf jeden Fall auch noch mal befragen. Ähm aber ja, also.
Ich finde das echt schwierig, weil,
Ähm ich glaube, da kommt auch wieder das Thema Glaubenssätze rein, ähm weil ich das Gefühl habe, dass wir in einer Gesellschaft leben, die eher ähm,
will, dass man sich spezialisiert und ähm von allen Seiten bekommen man die Projekt, entscheide dich mal für was und werde da richtig gut drin. Ähm
Und deswegen habe ich mich irgendwie immer für'n Looser gehalten, also jetzt in Anführungsstrichen, dass ich das nicht schaffe,
Aber ein Teil in mir, der sperrt sich so dagegen, mich auf eine Sache ähm ja
also mich zu entscheiden für eine Sache, also das ist einfach nicht mein Ding. Also irgendwann hatte ich das Gefühl, ich glaube, das liegt ein Stück weit auch daran,
Dass ich ähm dass ich immer so
Ja, nach der Essenzsuche und die steckt ja in allem irgendwie und mich interessiert nicht so einen einen Thema, sondern mich interessieren ganz viele Themen und was quasi alte Themen miteinander verbindet auch ein Stück weit. Deswegen,
stürze ich mich oft in Themen rein und dann habe ich aber irgendwann ja keine Lust mehr und dann mache ich was anderes und ähm verstehen.
Und so war das auch mit dem, ja, wahrscheinlich auch mit den verschiedenen Medien, über die man sich ausdrückt, ne? Also ähm.
Also zum einen decken die unterschiedliche Bedürfnisse ab, ähm zum Beispiel das Zeichnen finde ich, ist für mich eher so das Bedürfnis, so nach,
Ja, wie nennt man das so, sich in sich zu kehren. Da ist man ja eher so absorbiert man alles so ähm und zieht es so in sich rein. Ähm,
Und da wurde so meine ja,
introvertierte Seite vielleicht so ein bisschen mehr genährt und und beim Niedermachen ist es zwar im Schreibprozess auch so, aber wenn man sie dann die Lieder ja dann vorträgt, ist man dann ja auch ganz viel,
im Außen und ähm,
Mit dem Außen verbunden und da da also da hatte ich irgendwann so einen inneren Kampf irgendwie. Ich habe eigentlich immer gezeichnet, weil ich einfach immer schon sehr introvertiert war und,
auch sehr scheu und sehr schüchtern,
und konnte mich dann immer so ne in in könnte immer noch meinen Skizzen hochkriechen und Ausstellungen machen ist ja auch mit so ein bisschen Distanz verbunden, man muss ja nicht direkt neben dem Bild stehen und sagen guck
dir mal mein Bild an, sondern das passiert dann ja, ohne dass man da ähm direkt mit den Leuten sprechen muss. Ähm und,
Und dann aber auf einmal habe ich diese Seite in mir entdeckt, äh die die performen wollte und ich war völlig überfordert damit. Ich hatte richtig am Anfang.
Panikattacken auf der Bühne war ich kann nicht auf der Bühne stehen und dann gucken mich Leute an, dann das ist das ist das ist der Tod irgendwie. Ich hab's aber gemacht, ein irgendwas wollte irgendwas in mir wollte das und wollte mit diesen Liedern raus und,
Hat sich eine ganze Welt aufgetan und dann stand die aber so in Konkurrenz zum Zeichnen, weil eigentlich wollte ich ja, ich hatte Illustration studiert, ich wollte als Illustratorin arbeiten ähm und dann auf einmal war da die Musik und das war wie so Konkurrenz irgendwie. Die beiden,
Weil ich finde, es sind beides sehr große,
intensive Welten ähm man kann sich das komplett drin verlieren und drin austoben und ähm aber beide Welten zu,
Ja, zu beleben oder zu bespielen oder ich weiß nicht, wie man's ausdrücken soll. Das finde ich,
Wirklich nicht so einfach und ähm irgendwie hatte ich einfach am Ende immer das Gefühl, ich scheitere am Ende immer wieder, weil ich mich nicht festlege und ähm und dann nirgendswo richtig bin.
Und irgendwann hatte ich dann ja, bin ich zu dem Punkt gekommen, wo ich gedacht habe, ich will das jetzt verbinden und ich versuche, das zu verbinden und ähm,
es klappt immer noch nicht so richtig gut, also mal mehr, mal schlechter, aber ich finde, also du bist da zum Beispiel für mich ein riesengroßes Vorbild. Ich finde das das ob genau wie du's vorhin beschrieben hast, dass das dann alles so zusammenfließt, dass du da für dich so einen Weg gefunden hast,
Das finde ich wirklich toll und dass du den auch so selbst gestaltest, diesen Weg, weil der ist ja nicht vorgegeben, ne. Also es gibt ja nicht irgendwie,
Es gibt irgendwie den Buchmarkt und es gibt irgendwie, ja, die Musikbranche und dann, ne, es gibt vieles, was so vorgegeben ist, wo man sich so dran langhangeln kann, aber wenn man diesen Weg geht, dann gibt's da gar nichts, was da wirklich,
Ist oder? Also ich dass du dir die ganzen Strukturen ja selber wahrscheinlich aufgebaut.
Also ich habe halt auch genau diese Gespräche geführt, ne. Ich habe ähm freie Kunst und äh Französisch studiert, aber auch nicht Musik. Das war einmal die Frage, ob ich auch Musik mache, aber ich komme aus einer Musikerfamilie, also meine Mutter und,
Meine Oma sind beide Kirchenmusikerinnen oder gewesen,
Und ich habe immer gedacht, boah, das ist so ein Kampf
also bei meiner Mutter war das auch oft so schwierig, wo ich dachte, das kann ich auf gar keinen Fall machen.
Und dann habe ich Kunst studiert, was jetzt ja nicht unbedingt anders ist. Und meine Professoren hat immer zu mir gesagt, Juli, du musst doch jetzt mal deine Nische und jetzt entscheide doch mal und dann habe ich irgendwann gedacht, das ist wie, als würde es zu zu einem Menschen mit zwei Armen sagen, du darfst ab jetzt nur noch einen Arm benutzen.
Mhm. Ich habe doch aber zwei. Also warum darf ich denn nur noch einen Arm benutzen? Dann wird doch der andere Arm automatisch auch schlechter.
Weil da nehme ich nicht richtig sein das erfüllen kann, weil der mit dem anderen Arm nicht Hand und Hand arbeiten kann. Mhm. Und ich habe total gemerkt, sobald ich anfange was zu beschränken,
bricht in mir so viel weg, dass seine Lehre entsteht, mit der ich nichts mehr anfangen kann, weil da einfach nichts mehr ist. Also ich weil ich einen Teil von mir dann weglasse und es ist so.
Ich glaube, das ist halt vielleicht auch der Unterschied zwischen einem Künstler und einer Künstlerin oder die jemanden, der einfach einem Bürojob nachgeht, wo man morgens ins Büro geht und dass dann da alles und abends nach Hause geht und es nicht so dauerhaft in seinem Herzen mit sich rumträgt, wie wir das machen.
Das auch so sehr mit einem selber mit der eigenen Identität, also bei mir ist das zumindestens so so verbunden, also ich wüsste, also ich von mir würde so ein großer Teil wegfallen, wenn ich das alles nicht mehr sein könnte.
Also nicht, weil ich mich auf diese Weise als äh als berechtigter Mensch in dieser Welt sehe, sondern weil ich einfach glaube, dass es der Grund ist, warum ich da bin. Mhm. Also weißt du, das hat so ein tiefes,
ja, das hat so eine so eine tiefe, innere Verwurzelung mit mir, dass ich da nicht was rausreißen kann aus diesem inneren Garten und dann zu sagen, ja, jetzt habe ich mich entschieden,
Lasse ich was von mir verwelken, damit ich mich entschieden habe, das ist der völlig falsche Grund, finde ich. Mhm. Und ich glaube, das ist auch dann schon zum Scheitern verurteilt, weil man da nämlich seinen Weg nicht gehen kann, weil einem ja der eine Arm fehlt, den man sich ausgerissen hat. Mhm und
Und ich finde, das ist, seitdem ich das irgendwie für mich als Bild so gefunden habe,
merke ich auch, dass ich das ich will da aber auch nicht mehr diskutieren. Also wenn Leute das nicht einordnen können, weil sie der Meinung ist, ich passe nicht in die eine Schublade, die sie halt haben, dann ja dann passen wir vielleicht einfach nicht zusammen und dann ist vielleicht unsere Art der Verbindung,
Klappt das dann halt vielleicht einfach nicht. Dann haben wir halt nicht die und dann ist es okay und dann finde ich Menschen, bei denen es halt so ist und die genauso wie du das auch sagst,
Wo's eigentlich eher um die Essenz geht, weil das, was wir so als Künste haben, sind ja, ist ja gar nicht das, worum es eigentlich geht, sondern es ist ja nur das ja, das Fahrzeug sozusagen, mit dem ich meine Botschaft auf die andere Seite bringe.
Mhm. Und ob das jetzt ein Fahrrad oder ein Flugzeug oder ein Zug ist, ist am Ende egal, Hauptsache es kommt irgendwann an und das will ich.
Und äh also ich merke halt, dass mir das auch Kraft gibt und dass mir das ganz oft dass ich mir das in dem Moment dann auch aussuchen kann,
mit den Herausforderungen, die es vielleicht auch manchmal mit sich bringt, hilft mir aber total, ähm wie du auch sagst, so diese inneren Seiten von mir,
auch in dem Moment zu honorieren, die gerade gelebt werden wollen. Mhm. Ne und auch so diese welche kreative Strom grade aktiv ist, dann hat die dann auch einfach zu nehmen in dem Moment, weil dann ich weiß, da kommt einfach mehr raus.
In dem Moment, wenn dann grade die Inspiration im Schreiben ist, dann schreibe ich jetzt halt den Text. Mhm. Dann mache ich die Zeichnung halt danach. Ist auch gut.
Also weißt du, ich äh dieses, ich glaube, wir haben halt so doll gelernt, dass wir das bewerten, was wir machen und dass wir uns ständig vergleichen mit Leuten, die's ganz anders machen, die aber halt auch echt nicht wir sind und die auch vielleicht nicht unsere körperlichen Gegebenheiten haben.
Weil ich find's so, wenn man körperlich grade gar nicht kann, weil man einfach nur denkt, wow, dieser Körper ist so müde und dem fehlt so,
die Kraft, diesen Rucksack zu tragen, also dann kann man doch nicht auch noch überlegen, wie man jetzt seine Nische am besten gestaltet,
Sondern da kann ich doch eigentlich nur den Körper fragen, okay, was wofür reicht denn jetzt die Kraft und möchtest du,
Möchtest du mit mir ein Lied schreiben?
Kannst du äh kannst du das raussingen? Jetzt reicht die Kraft dafür noch und dann kommt manchmal sogar Kraft dadurch zurück und man ist überrascht ähm,
Dass man darf, einmal Ressourcen hatte, weil einen das halt zurücknähert. Mhm.
Und ich glaube, das ist auch so was Wichtiges, wenn's mich nicht zurücknähert, dann reicht meine Kraft meistens nicht sehr lange. Mhm. Für die Dinge, die ich mache. Dann ist ganz schnell der der Strom versiegt und ich stelle fest, ich bin unfassbar müde. Ich könnte nur noch schlafen. Und dann weiß ich,
Okay, offensichtlich ist es das nicht. Offensichtlich zwinge ich mich hier grade, äh irgendwas zu machen, was ich gar nicht leisten kann oder was nicht in meiner Kraft liegt.
Und da würde jetzt vielleicht jemand von außen sagen, ja toll, das kann sich aber jetzt nicht jeder aussuchen, dass er sich immer fragt, was grad in meiner Kraft liegt,
Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass wir, wenn wir mehr so leben würden, uns zu fragen, was in unserer Kraft liegt, hätten wir alle erstens mehr Kraft,
hätten auch zweitens glaube ich weniger Angriffsfläche für alle möglichen Dinge im Außen, die uns,
Angst machen und die uns beschweren, weil wir dann eben auch mit uns selber verbunden wären und wenn ich in mir selber verbunden und verankert bin, hat das alles nicht so viel Macht über mich.
Weil ich's mich ja spüre selber und ich beweise ja, dass ich in mir sicher bin. Also was ich meine? Ja, total. Wow.
Monolog jetzt. Da steckt ja so viel drin, ey du bist echt der Hammer. Ich bin grad vorher so wow. Äh für mich sortiert. Ja, das ist der Wahnsinn, also,
Was ich da jetzt als erstes rausnehme, ist, ne, dieses Thema Erschöpfung, was du sagst, dass man so schnell an Dingen erschöpft, weil sie eigentlich nicht,
Für einen gemacht sind oder ähm oder weil man Dinge macht, weil man denkt, man muss sie machen oder weil sie auch von einem erwartet werden und man erschöpft daran. Und das ist auch etwas, was ich jetzt auch durch meine eigene Erschöpfung ähm,
So
Ja mich so beschäftigt hat in der letzten Zeit und äh was ich so stark in der Gesellschaft sehe, also so viel Erschöpfung auf allen Ebenen, bei Menschen und das führt auch dazu und das finde ich eben auch, dass es so gefährlich daran, dass die Menschen nicht mehr die Kraft haben,
für sich einzustehen, ähm auch aus politischer Ebene äh und und irgendwie,
ja liegt der Verdacht nahe, dass das genau vom System gewollt ist, dass Leute nicht mehr für sich einstehen und es findet so viel Ausbeutung statt und so
wenig Wertschätzung für Menschen und Menschenfeindlichkeit und Menschenverachtung steckt ja schon im System selber, aber wird auch zunehmend mehr gelebt.
Das macht mich schon echt Angst und äh dann denke ich oh Mann, wie kommen wir da wieder raus, ähm weil wenn wir alle immer mehr erschöpfen, irgendwann können wir nicht mehr für das kämpfen, was wir gerade noch vielleicht für selbstverständlich halten, ne, wenn die Demokratie flöten geht. Ähm,
dann ja gute Nacht so und,
Ich finde das so also das gibt mir so viel Hoffnung, wenn ich dich sprechen höre, weil da steckt so viel Klarheit drin und in der Klarheit so viel Kraft und ähm und ich finde es wirklich toll, dass du damit so nach draußen gehst und ja auch andere Menschen inspirierst und,
Ähm weil ich glaube, das ist einfach auf so vielen Ebenen wertvoll, einfach ne, durch das Vorleben alleine, dass Menschen sehen, ah okay,
Ähm ich muss gar nicht in Schubladen denken, so, ne? Also ähm ich meine, selbst diese Begegnungen, wo Leute sagen, so hä, wieso
ne, wie suchst du jetzt nicht eine Schublade aus? Auch die mit denen
die berührst du ja trotzdem irgendwie. Vielleicht macht das trotzdem was mit denen, ähm dass die ne, dass Schubladen dieses Schubladendenken ähm ja langsam vielleicht,
aufweicht oder ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist, aber.
Also vielleicht ist es ja sogar, also wenn's richtig gut läuft, sorgt es vielleicht sogar dafür, dass die Leute selber,
merken, dass sie in ihrer eigenen Schublade grade keinen Platz mehr haben. Ja. Weil, weißt du oft sind ja die Leute genau davon getriggert
Die sich halt so entschieden haben, weil sie meinten, sie müssten das. Und wenn ich jetzt komme und mir erlaube, das nicht zu machen, dann dann dann triggert die das natürlich, weil denke, hä, wie kann die denn das, also was das geht ja gar nicht, was nimmt die sich denn raus?
Aber ich habe mir eigentlich gar nichts rausgenommen. Ich habe mir einfach nur erlaubt, ich selber zu sein und das wäre eigentlich total toll, wenn mir das halt alle auch dürften und wenn wir uns diese Erlaubnis auch selber geben würden's halt auch wahnsinnig befreiend.
Weil ich halt einfach ich selber sein kann und es ist ja manchmal trotzdem noch schwer schwer genug, aber wenn ich's dann schaffe, dann merke ich, dass es wie du grad sagst, Leute auch inspiriert und dass sie dann fast schon wie eine Erlaubnis dafür bekommen,
Das selber auch zu sein, obwohl sie das halt sich nur selber geben können, die Erlaubnis, aber manchmal brauchen wir halt jemanden, der sagt,
ich ich gebe dir jetzt die Abstitution machen. Ja. Du darfst jetzt einfach du selber sein und.
Und das ist echt das ich finde, das ist so befreiend, weil dann dann bist du auf einmal wirklich auch nicht mehr so angreifbar. Mhm. Weil dann das andere, was nicht deins ist, auch einfach nicht mehr deins ist und die Jacke hast du ausgezogen und dann kannst du, ja,
kannst du einfach jetzt dann auf deinem eigenen Weg gucken, was du selber gerade brauchst.
Also mir hat man ich habe vor Kurzem in einem Podcast einen Satz gehört, den fand ich unglaublich toll. Da sagte die Frau make peace with what is,
Frieden mit dem schließen, was gerade ist. Mhm. Und ich finde, das ist was total Tröstliches, weil das heißt ja,
dass mir das also dass ich nämlich dagegen nicht mehr auflehnen muss was mir gerade passiert oder vielleicht auch was meine Krise grade ist. Mhm. Sondern dass ich aufhören kann dagegen anzukämpfen was mir grade passiert.
Und dann fällt wie so eine große Last von mir ab, weil ich dann nämlich nicht mehr damit beschäftigt bin, das abzulehnen
sondern ich kann dann anfangen, mich damit zu arrangieren und zu gucken, okay, ist das jetzt Teil meines Weges, warum ist das so und wie schaffe ich's, diesen Teil des Weges zu gehen und,
ja, mir damit ein Stück selber näherzukommen, weil das ist zum Beispiel auch so was, was ich in den letzten Jahren gemerkt habe,
wenn ich diese Herausforderungen, die mir passieren und bei mir war das eben auch sehr viele körperlicher Natur. Ähm wenn ich die nicht mehr als Angriff auf mich selber sehe,
Sondern dies anders anfange zu betrachten, dann bin ich erstens mal nicht mehr so krank. Das hat sich, das fand ich auch interessant,
Also wenn ich nicht mehr denke, ich bin halt ein superzartes Pflänzchen, was nichts tragen kann, dann kann ich genau die gleiche Sache, wenn ich jetzt denke, ich glaube, ich wachse jetzt grade.
Ich bin jetzt grad im Dunkeln, weil ich jetzt eigentlich wachse wie so ein Samen, weißt du, der im Dunkeln ist, der weiß auch nicht, wann's Licht kommt, aber der wächst einfach los. Mhm. Und dann wird er irgendwann vielleicht sogar ein Baum.
Und das hat aber alles im Dunkeln angefangen und er wusste nicht, wie lange es dauert. Mhm. Und ich finde, das hilft mir total. Dann bin ich halt im Dunkeln und denke toll, ich sehe hier grad gar nichts, alles richtig scheiße. Aber nee, warte mal, vielleicht wachse ich gerade.
Und irgendwie.
Finde ich das halt dann leichter und dann ist der Schmerz in meinem Körper und das, was da zwickt und hier, wo ich nicht weiß, auf einmal nicht mehr so lebensbedrohlich, sondern ich denke dann halt, ah okay, ich ich entscheide jetzt aber gerade, wie ich damit umgehe und dann habe ich wieder Möglichkeiten.
Ist irgendwie das Aller, ich glaube, das ist meine allerbeste Erkenntnis in meinem ganzen Leben.
Hat auch ein paar Jahre gedauert, aber wow, voll schön. Ja und das ist ja auch voll in dein Buch eingeflossen, würde ich mal so sagen.
Ja, total. Da können wir ja gleich mal eine schicke Überleitung machen. Aber darf ich dich noch ganz kurz was Gute? Was machst du denn, wenn du merkst
eine Krise tut sich auf. Also wie,
Also willst du dazu überhaupt was sagen oder also kannst du spürst du das innerlich, dass sich das wie zuzieht in dir und dann musst du jetzt reagieren oder reagierst du dann nicht oder also hast du so ein, hast du für dich irgendwie so ein,
so ein so ein so ein Manfa gefunden, wie du damit dass du's einfach tragen kannst in dem Moment oder halten kannst, obwohl du denkst, ich weiß gerade nicht. Ähm,
Ja, also ich komme ja grade aus einem echt also aus so der größten Krise, die ich bisher hatte, so grade so langsam raus, deswegen habe ich jetzt für mich noch nicht so das Patentrezept gefunden, ähm aber ich finde, das sind,
mehrere Stufen, ne, also je nachdem, wo man sich grade in der Krise befindet, also ähm so für mich war einfach.
Jetzt rückblicken kann ich das erst sagen, weil das war für mich der Tiefpunkt, das wusste ich zu dem Zeitpunkt aber nicht, obwohl ich's irgendwie geahnt habe, also wo wirklich der absolute Tiefpunkt war, wo bei mir auf
auf allen Ebenen gar nichts mehr ging, wo ich wirklich das Leben komplett in Frage gestellt habe. Ähm da war so ein,
mich mich ähm als fällt mir das Wort nicht ein Surrenda irgendwie ähm loslassen?
Ja, nee. Das deutsche Wort nicht ein, aber ja, ich weiß es. Es war ich glaube, das ist es. Und das war das war für mich das war für mich der Moment,
des Wendepunkts irgendwie und das ist für mich eine ganz große Erkenntnis und das ist ja auch das, was du grade, ne, in was in dem Zitat steckt. Ja, mich diesen Moment ergeben.
Einfach zu sagen, okay, das ist jetzt so. Ich ich äh also einfach wahrscheinlich war das der Moment, wo ich den Widerstand aufgegeben habe, wo ich aber alles aufgegeben habe, wo ich auch meine
Glaubenssätze aufgegeben habe und zwar alle und zwar die positiven aber auch die negativen und das war für mich dann der nächste,
Punkt kam dann für mich dann war zu sehen, oh krass.
Ich habe die negativen Glaubenssätze auch aufgegeben. Ich habe ein Stück weit Identität. Also ich habe meine Identität verloren, aber ich habe auch die ganzen Sachen verloren, die mich eingeschränkt haben.
Das ist ja jetzt ja voll die coole Gelegenheit eigentlich. Total einfach mal nicht wieder äh an sich ranzulassen, sondern zu sagen, hey okay, das brauche ich nicht mehr, danke. Weil zum Beispiel ein eine Sache war, dass ich das
dass ich äh diesen Glaubenssatz hatte, ich muss was leisten, damit ich gemocht werde, damit ich geliebt werde.
Und ich konnte aber nichts mehr leisten. Da ging gar nichts mehr und das war für mich so ein Angstmoment, wirklich. Ich habe
Das war ein Stück weit Identität, die ich da verloren habe, weil ich konnte nicht mehr leisten. Und ich musste mich dem ergeben dieser Angst, okay, jetzt werde ich
Nicht mehr gemacht. Jetzt wird's nicht mehr geliebt. Ähm aber dann festzustellen, ah Moment mal, das stimmt gar nicht. Das war wirklich also.
Das war so ein Schritt aus der Krise zu sehen, ah okay, nee, ich muss gar nichts leisten, um geliebt zu werden. Und ich habe das jetzt
erfahren. Ich habe mich davor immer gedrückt, indem ich halt die ganze Zeit immer versucht habe zu leisten, zu leisten, zu leisten, irgendwie immer irgendwie zu zeigen, ja, ich ich bin wertvoll, weil ich jetzt was gebe und so, ne, nicht einfach nur, weil ich bin,
und einfach zu sehen, das Leben ist einfach sein. Ich muss nichts leisten, ich muss nichts beweisen, wenn ich bin,
Das ist das größte Geschenk, weil das was wir haben. Das ist dieses eine Leben und das ist ein Geschenk und und mehr brauche ich gar nicht und und,
und dann daraus einfach ähm so die Ressourcen zu sammeln, die man finden kann ähm,
Und wenn das nur so ganz ganz kleine Ressourcen sind, aber zum Beispiel.
Meine größte Ressource in dem Moment oder in der in der Phase war, dass ich mich an Kleinigkeiten erfreuen kann. Das klingt so banal, ne, aber,
Nee, das ist eigentlich ganz groß, finde ich, weil wenn man das kann, dann hat man auch wieder Möglichkeiten. Ja, also weißt du? Genau und das war dann einfach, wow, die Sonne scheint grad total schön, der Himmel sieht so toll aus und das waren das war mein Highlight des Tages und das hat mich,
Aber das aber auch so einer ganz tiefen Ebene hat mich das dann berührt, weil ich wusste, wow,
Das ist das ist das Leben und das kann ich gerade erleben, obwohl alles andere gerade überhaupt nicht funktioniert, alles irgendwie kaputt ist, meine Identität ist weg und keine Ahnung, aber ich kann den Himmel sehen und der ist so schön.
Das ist der Hammer. Wie kann das gleichzeitig passieren so? Und.
Jetzt habe ich total den Faden verloren, aber ähm genau, also das ist auf jeden Fall was, was ich so mitnehme aus aus meinem,
Tiefpunkt sozusagen. Aber vielleicht weißt du, vielleicht ist es ja auch genau das, ähm was auch so ein bisschen dieses Wunder des Menschseins oder des Seins überhaupt oder des ja ausmacht, dass man halt in der Krise ist.
Aber diese Gleichzeitigkeit hat trotzdem da ist, ne? Das Schöne ist halt trotzdem da und das Allerschönste ist, dass du fähig bist, dass in dem Moment trotzdem zu fühlen. Mhm. Obwohl du sonst das Gefühl hast, da ist gerade ein Haufen,
Scherben irgendwie in mir und ich merke grad gar nicht mehr so richtig, wer ich eigentlich bin, aber,
Ist total klar, dass diese Schönheit auch was mit dir zu tun hat irgendwie, ne? Dass du die in dich reinlassen kannst und mit der verbunden bist, dann haben wir schon wieder die Verbundenheit cool. Ja. Und.
Ja und dass du dann halt in der Lage bist, das so für dich wie als Medizin in dir aufzunehmen. Also ich finde, das zeigt auch so sehr dieses.
Ja, dass da halt wie so ein roter Faden ist, mit dem du angebunden bist irgendwie an ans Leben. Ja. Und dass der Himmel in dir irgendwie eben auch in dir ist, also nicht nur der, den du siehst, sondern dass du den hast und,
Ja, also so ein bisschen von innen mit dem Himmel heilst. Zu sagen und und außen hin wieder wer auch immer wirst, ähm auf dem Weg dahin und ist irgendwie und ich finde es total.
Ist ja auch wahnsinnig mutig, das dann vor sich selber so,
Einzug stehen zu sagen, oh wow, ich bin gefühlt weg. Meine Identität ist weg, meine Glaubenssätze sind weg. Ich weiß gar nicht, wer ich bin und,
Und dann aber gleichzeitig vom Leben so eine richtig fette Umarmung zu kriegen von den Menschen, die immer noch sagen, Mensch Ute, du bist für uns so wertvoll.
Ganz egal, was du machst oder nicht machst und du das dann so,
Ja, als so ein so eine dicke Umarmung serviert, kriegst, dass du's halt fast nicht aushältst vielleicht, weil weil du halt denkst, wow, ich ich dachte doch immer, das geht gar nicht. Mhm. Und dann geht's doch und dann geht's vielleicht noch viel mehr, als du eigentlich dachtest. Ja. Und das ist so toll, finde ich, dass du das,
Also dass du das halt wirklich mitnehmen konntest und dass du nicht jemand bist, die dann sagt, ja, was war halt nur der blaue Himmel und eigentlich war trotzdem alles scheiße,
Und dass du dich halt entschieden hast, nee, es ist halt nicht scheiße, es ist da ist irgendwie eine Weite, die die für mich vielleicht auch wieder möglich ist. Ja.
Oh, das finde ich total schön, das ist so.
Und dass man dann auch in so einem Moment äh Dankbarkeit spüren kann, das finde ich auch etwas, was so wertvoll ist, also ja. Zu wissen, oh, krass.
Es gibt so vielen Menschen gerade so, sie also wenn ich mir vorstelle so viele Menschen sind gerade in,
in einer Krise und denen geht's grad total schlecht und ähm und ich weiß jetzt ich kann erahnen, wie sich das anfühlt,
Und ich habe so einen Lichtstrahl bekommen irgendwie und dafür bin ich so dankbar, weil das ist nicht selbstverständlich, weil ne, wie du ja auch gesagt hast, man weiß ja nicht, wie lange sitze ich jetzt hier im Dunkeln, wann kommt Licht wieder?
Ähm zu merken, dass es nicht selbstverständlich, dass man den blauen Himmel wahrnehmen kann und sehen kann und sich an ihm erfreuen kann, das ist nicht selbstverständlich.
Das hat mir ja, das hat mich auch Dankbarkeit spüren lassen und das ist ja auch irgendwie eine Ressource, die die einen wieder stärken kann,
unglaublich. Auf jeden Fall ja.
Auch und es ist auch wieder fast auch wieder zu diesen Samen, der der wächst, ne, dann du bist im Dunkeln und auf einmal siehst du einen blauen Himmel.
Also das ist ja dann fast schon, als ob du dann, ja, langsam so oben ankommst und die ersten Blätterspitzen deines Wachstums oben rauskommen. Mhm. Und,
Da ist der Himmel und du weißt, okay, jetzt jetzt geht's auf jeden Fall nach oben, weil ich sehe den Himmel ja schon.
Das Tal ist jetzt wirklich vielleicht durchschritten endlich. Mhm. Und was auch immer dann, ne? Ich meine, der Weg ist halt der Leben, das Leben ist halt jetzt ein Weg und es wird ja manchmal geht's hoch und runter.
Aber dass man das halt nicht so als so eine persönliche,
So ein Stinkefinger des Lebens für sich immer betrachtet, sondern dass man's vielleicht auch manchmal sogar schafft, gar nicht zu bewerten. Ja. Superschwer ist, aber,
Dass es jetzt einfach so ist, ne und dann und dann geht's weiter. Mhm. Und irgendwie geht's ja coolerweise auch immer weiter. Ja.
Bis man stirbt. Genau, bis man stirbt und dann wird sich zeigen, was passiert. Genau.
Umso wichtiger, dass man jeden Moment versucht,
Unbedingt unbedingt.
Also ich habe gleich noch eine ganz kleine kurze Abschlussgeschichte dazu äh zu dem Thema. Ich habe ähm auch wegen der Verbundenheit und dem Sterben ähm die ist erst äh vor zwei Wochen passiert. Also ich ähm
Ich habe vor zwei Jahren, vor zweieinhalb Jahren einen Song geschrieben, der heißt und das ist so eine Art Liebeserklärung an das Leben, also in meinen drei Sprachen, ich singe jede Strophe das Gleiche, also ich ich bedanke mich quasi beim Leben,
dass es mit mir sozusagen durchs Leben geht und meinen inneren Garten wachsen lässt und ich habe das Lied Anfang 222 geschrieben und das ist das Jahr, an dem dann ganz plötzlich, also ich war grad aufm Weg zur Beerdigung meiner Oma im Juli
ja jetzt in ein paar Tagen ist es drei Jahre her ähm und da habe ich gehört, dass mein Vater eine Hirnblutung hatte und das ja am Sterben liegt und der warst siebenundsechzig,
Und er ist in der gleichen Nacht noch gestorben und ich hab's zum Glück noch geschafft äh zu meiner Mama zu fahren. Also die wohnt halt 600 Kilometer entfernt und wenn ich nicht schon im Zug gesessen hätte, hätte ich's nicht mehr geschafft und das Lied,
ist seitdem halt mein, also hat seitdem noch eine völlig andere Bedeutung bekommen, weil ja, es ist halt mein Erinnerungslied daran, dass das Leben super kostbar ist und dass wir dass es in unserer Hand liegt, was wir draus machen und.
Ne kennst du das, wenn du Leute fragst, ähm wie geht's dir? Und dann sagen die muss ja. Mhm.
Und ich ich will halt nie also ich wünsche mir sehr für mein Leben, dass es nie so weit kommt, dass ich irgendwann muss ja sagen muss, wenn mich jemand fragt, wie's mir geht.
Weil das ich finde, das ist die schlimmste Antwort. Also das ist äh war dann existierst du ja nur noch, da lebst du aber nicht mehr. Mhm. Und das ist halt seitdem auch ein ja ein Erinnerungssong auch an meinen Vater und,
an alles, was was wir hatten und vielleicht auch nicht hatten und
Ich habe diesen Song ähm vor ein paar Wochen schon mal bei einem anderen Konzert gesungen, ähm wo ich Vorband für eine Freundin gemacht habe für mit der ich auch den äh Podcast habe. Ähm
Genau, der ist wahrhaftig und vehement und dann kam jetzt bei diesem Konzert vor zwei Wochen ein älterer Mann zu mir, ähm
und hat gesagt, er hat mich vor ein paar Wochen und bei diesem anderen Konzert gehört und hat diesen Song ähm
von mir gehört und diese Geschichte dazu und er wollte mir nur sagen, dass zwei Tage vorher seine Frau gestorben ist. Und
dass er danach aber ganz gestärkt nach Hause gegangen ist und angefangen hat, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben und dann packt er, holt er drei Zettel aus seiner Tasche und meint, das hier sind die ersten drei Seiten, die habe ich dir mitgebracht. Och.
Und dann habe ich gedacht, wow, das ist so
unglaublich, weil das ist ja nichts, was ich auf irgendeine Art steuern kann. Das ist halt das, was ich meine, wenn so eine Verbundenheit entsteht, ne, wenn das Leben einfach selber irgendwie Fäden knüpft und sich dann Menschen begegnen.
Und dann stand er da mit leuchtenden Augen und hielt mir die drei Seiten hin, ob ich die lesen würde. Ich habe gesagt, na klar will ich die lesen.
Und und ich dachte so, wow und dann hat er das wirklich jetzt in den letzten Wochen vorbereitet, hat das und hat auch geplant zu dem Konzert zu kommen, um mir dann diese Seiten mitzubringen
Also der kennt mich ja gar nicht. Der weiß gar nicht, ne, was ich damit mache.
Und wie das bei mir landet, aber der hat glaube ich gewusst dass er mir in dem Moment vertrauen kann und das mir geben kann und ich weiß grad gar nicht wie ich drauf gekommen bin, aber,
ja, das ist halt, du weißt auch nie, was du für Spuren hinterlässt bei Menschen. Und das ist auch noch so wie eine so eine Verantwortung, finde ich, gerade als Künstlerin. Ja.
Ich hinterlasse auf jeden Fall irgendeine Spur und deswegen wenn das ist, was ich selber entscheiden kann, ja das ist doch super,
Wenn das ist das, was ich in der Hand habe, dann also nicht, wie ich's da landet, aber die Spur, die ich wenn ich meine Spur gestalte, dass sie bei jemandem anders irgendwo auch eine Farbe hinterlässt, das ist so schön und ja, das ist irgendwie war mich total dankbar.
Ja, das glaube ich, das ist so schön. Oh Mann. Wow. Ja.
Zeigt ja auch so, ne? Ich meine, der hat seine Frau verloren und das ist äh ich glaube, das ist mit eine der schlimmsten,
Abgründe, die man im Leben dann steigt, weil man wenn man den Menschen verliert, mit denen man sein Leben verbracht hat. Ja. Und er hat aber nicht gesagt in dem Moment, so jetzt ist alles zu Ende, sondern der ist zwei Tage nach dem Tor zu dem Konzert gegangen. Ich weiß, also ich bin mir nicht sicher, ob ich das geschafft hätte. Mhm.
Und dann mich hinzusetzen und sofort anzufangen, aufzuschreiben, was was was war und was wichtig war.
Also ich finde, das hat mich irgendwie so umgehauen und das ist so ja und das ist das ist auch das, finde ich, was so die Kraft dann zurückgeht, wenn man,
So ein Künstlerinnenleben führt, was manchmal eben nicht so einfach ist. Auch gerade weil's ums weil man ja Geld verdienen muss und weil man in so einem Rat ist.
Ja.
Da ist irgendwie was Größeres am Werk, finde ich und das ist ganz, ganz toll. Wenn man davon was spürt irgendwie. Ja, total.
Ja, da wird mir auch noch mal so klar, dass dass es, glaube ich, auch etwas, was mir total ähm,
Orientierung gibt. Also ich weiß nicht, warum das so ist, aber ich habe immer schon ganz große Schwierigkeiten mit Orientierung im Leben, ähm die bei mir auch immer wieder zu Ängsten führt,
Und dieses,
Diese Verbundenheit auf dieser größeren Ebene, ne, die man dann auch spürt, wenn man solche Begegnungen hat, ähm die geben mir total viel Orientierung, weil das ist für mich so eine Sinnhaftigkeit.
Die ja meinem Leben einen Sinn gibt, aber eben auch eine Orientierung gibt, also Wahnsinn, toll.
Und es zeigt ja auch, dass dass man halt nicht alleine ist, ne. Das finde ich halt so schön, dass jemand völlig fremdes mhm. Mir aber so ein ganz tiefes Verankerungsgefühl irgendwie geben kann,
weil der,
Ja, weil dadurch irgendwas wer, weiß ich halt, weil's da was gibt, was uns einfach beide verbindet obwohl wir uns gar nicht kennen und das ist auch gar nicht, das muss auch gar nicht sein, dass wir uns kennen. Es reicht völlig, dass einfach in dem Moment zu wissen. Mhm. Und es ist so,
Ja also das ist was, ne, wenn wir das mehr alle spüren würden, ich glaube, es gibt auf der Welt auch viel weniger Krieg, weil wir hätten gar nicht,
also diese ganzen Bosartigkeiten und das der ganze Terror hätte gar keinen Raum, um in uns reinzukommen, weil wir wären so miteinander verbunden, dass in diesem Netz gar kein Loch wäre, was rein kann. Ja.
Ja das wäre total schön, wenn wir das irgendwie schaffen könnten als Menschen da,
Also wenn wir irgendwie alle so diese, ne, diese Fäden, die wir in der Hand halten, mit anderen verknüpfen und und dann halt feststellen, ja wow, die irgendwie Ute ist so wie ich und ich bin so wie Ote und das heißt nicht, dass wir gleich sind, aber wir sind verbunden. Mhm.
Und das das wir auch äh wir auch ähnliche Ängste haben oder ähnliche,
oder auch nicht ähnlich, aber auf jeden Fall, dass wir durch Dinge durchgehen und aber trotzdem feststellen, dass wir irgendwie auf eine Art gehalten werden von was auch immer. Mhm.
Und das ist größer ist irgendwie als wir und das das finde ich ist ist also es entspannt mich auch total zu wissen, dass es einfach Dinge gibt, die habe ich nicht in der Hand. Mhm.
Und das ist irgendwie total gut, dass ich die nicht auch noch tragen muss, weißt du so, dass ich das einfach ja.
Ganz viel Vertrauen, Urvertrauen ja,
Ja du hast ein Buch veröffentlicht, ich glaube, dein Zweites ist das schon oder? Ja genau, es ist mein zweites und ähm das hast du mir geschickt und oh Mann, ich habe mich so gefreut, als das hier ankam, das war auch so schön verpackt. Schön,
Und das heißt, in jedem Sturm ist ein Lied,
Und da ja, da geht es auch ganz viel um Krisen und im Umgang mit Krisen und ähm das fand ich auch so schön, dass das so gut dazu passt zu diesem Thema. Das stimmt. Und ähm,
Ich habe einen Text gefunden, von dem ich dachte, der würde total gut passen, weil ja da sowohl die Krise als auch,
Die Hoffnung drin schwingt. Ich bin so gespannt, welchen Text du aussuchst. Ja und der heißt von Wurzeln und Wellen. Ach schön. Oh, das ist ähm ja, ich meine, irgendwie sind die alle wichtig, aber das ist ein ganz Besonderer, den du da ausgesucht hast. Ah.
Ja. Lust den ja, sehr sehr gerne. Ich habe denen geschrieben, als ich grad ausm Krankenhaus wieder kam,
Da wurde mir gerade eine große Zyste ausm Bauchraum entfernt. Mhm. Und es war drei Tage oder so nach der OP. Ich musste dann irgendwie schon wieder nach Hause. Ich konnte eigentlich kaum laufen. Ich war noch total.
KO, aber ich war ganz dankbar, das ist alles gut gelaufen und ich hatte mich ganz doll ähm,
Auch mit meinem Körper vorher beschäftigt und auch mit dem Thema diese Zyste, warum ich die hatte, also so eine Endometriose und die war riesig, die war so groß wie eine Niere und die wurde halt nicht entdeckt.
Mehrere Jahre lang und ich war dann zu Hause und und lag,
Lag aufm Sofa und dann dann sind mir diese Gedanken gekommen und ja, ich lese die jetzt mal vor, von Wurzeln und Wellen.
Ich will Wellen schlagen. Doch heute reicht es nur für leise Tränen.
Ich habe die Waffen niedergelegt, die Rüstung ausgezogen, bin an mich herangetreten, ganz nah,
da ist keine Kraft für Müssen. Ich kann nichts als sein,
Ich will Raum einnehmen. Doch heute wohne ich nur in mir. Mein Körper ist ein Fenster nach innen,
Es ist, als stünde die Zeit still für mich, als ob mein Frühling noch warten müsse, weil die Wurzeln noch nicht tragen.
Drei Wunden ändern ihre Farben auf meinem Bauch,
Dahinter ist ein Schmerz, der mich an mich selbst erinnert. Dort, wo die Fäden zusammenlaufen, all das, was mich zusammenhält.
Heilung hüllt mich ein wie ein Schleier. Sie ist besänftigend und gewaltig zugleich,
denn den Blick und schärft die Sinne. Zieht alle Kraft nach innen. Der Knoten in meinem Inneren weicht auf, gibt nach, hin zu einer Erleichterung, weil etwas gehen kann, das nicht mehr meins ist.
Etwas Altes, dessen Spuren verwittern werden in einem neuen Frühling und dann,
Wenn die Luft ganz raus ist, wird es Zeit sein. Der Schleier wird sich lüften und die Taubheit mitnehmen. Die Haut wird sich entspannen. Dort, wo die Nadel war,
Ich werde all das fühlen, was ich schon jetzt weiß. Ich werde Wellen und Wurzeln schlagen in meinem Frühling,
und dann werde ich den Raum hinaustragen, der in mir ist und die Welt wird ein Stück größer sein.
Und es ist so schön der Text. Zu viele Bilder, so kraftvoll. Danke schön.
Also ja, ich finde das das ist, was wir vorhin schon mal hatten, ne? Das war so, das das kam wirklich so durch mich durch und ich konnte richtig in dem Moment, das ist auch das erste Mal, dass ich das hatte,
Also ich hatte noch nicht so viele Operationen. Ich hatte noch eine andere paar Jahre früher. Aber ich konnte nach ich war nach dieser Operation wirklich dankbar. Ich hatte das Gefühl,
Ich konnte was wirklich wie ich's gesagt habe in dem Text was loslassen, was nicht mehr meins ist und was ich nicht mehr weiter mitnehmen muss.
Mhm. Und ich konnte auf also ich war auch echt geschockt darüber, dass ich nicht gemerkt habe, wie eine so riesige große Zyste in meinen Bauch gewachsen ist, obwohl ich jemand bin, der supersensibel ist. Ich weiß teilweise, wie der Nachbar neben mir sich fühlt.
Die dich gar nicht kenne. Aber ich habe ich war wirklich ich habe gedacht, wow, die also die kann es denn sein, dass was so Großes in mir gewachsen ist und ich das nicht gemerkt habe.
Mhm. Und da habe ich echt eine Weile auch gebraucht, um das irgendwie zu verarbeiten und danach hatte ich aber,
ganz deutlich gemerkt, dass es rausfahre, also sich auf dass ich nicht nur Raum in meinem Bauch hatte, der auf einmal da war, sondern auch Raum in meinem Leben auf einmal hatte. Ich hatte auf einmal das Gefühl, dass wie so ein Möglichkeitsraum,
der da für mich entstanden ist und ich war ganz ganz im Frieden mit mir, obwohl ich halt ja einen blauen Bauch hatte und drei Narben und und,
trotzdem wusste ich irgendwie es ist alles gut.
Und das ist irgendwie so, das war so unglaublich, weil das halt auch so eine diese Gleichzeitigkeit wieder gezeigt hat, ne? Man kann gleichzeitig wahnsinnig müde und erschöpft sein und irgendwie auch,
Ja, das man hat Schmerzen und man man fühlt sich,
Auf eine Art auch einfach leer und gleichzeitig war ich aber auch leer auf eine gute Weise und voll deswegen. Und,
ja, also ich ich ich war da in dem Moment total froh, dass ich das Gute daran sehen konnte und das ist so ähm.
Fruchtbar für mich war. Dass äh das so sehen zu können, weil ich wusste, dass ich das vor 1 oder 20 Jahren nicht hätte so sehen können. Mhm. Und das war so wie so ein Beweis dafür, dass ich auf meinem Weg irgendwie auf diesem Weg zu mir ein Stück weitergekommen war. Mhm. Und es war,
Ja, ich habe das fast schon wie ein Geschenk, also ja, es war eigentlich war das ein Geschenk. Und ich also ich habe jetzt einen Eierstock weniger, aber ich hab's trotzdem als Geschenk empfunden.
Und das ist irgendwie und ich glaube, daran liegt halt genau diese Kraft, dass man dann an Sachen auch heilen kann, von denen man nicht gedacht hat, dass man,
Ja, von dem man 15 Jahre vorher dachte, man würde daran zugrunde gehen vielleicht sogar. Mhm. Auf eine Art.
Und es ist auch das Schöne, finde ich, dass man halt nie der gleiche Mensch ist, dass du, ne, du kannst dich das ist halt was, was ich ich habe dann früher manchmal gedacht,
darum geht's ja in dem Buch auch oft, ne, dass ich so nach dem Motto wow ist, es ist irgendwie schwer gewesen, also wird's wieder schwer sein. Weil das ist ja das, was ich schon kenne. Mhm.
Aber das ist das das Schöne ist, dass es nicht so ist,
Also wenn's schon mal schwer war, heißt es noch lange nicht, dass es vielleicht nie wieder schwer wird, aber es wird nie wieder so schwer, wie's in dem Moment war, weil ich ja der Mensch gar nicht mehr bin,
Und weil ich dann in einer OP vielleicht sogar ein Geschenk sehen kann, was vorher,
Bedrohung gewesen wäre. Mhm. Und das ist der beste Beweis dafür, dass es nicht mehr so ist, wie's vorher war.
Und ja manchmal braucht man, glaube ich, einfach nur so,
Ja wie so einen kleinen so wie so kleine innere Erinnerungen, wo man sich dann selber beruhigen kann und sagen kann, okay, es ist wirklich nicht mehr so, das ist der Beweis.
Vielleicht ist das auch so ein bisschen der Grund, warum ich das äh Buch geschrieben habe. Also in jeden Sturm ist ein Lied heißt
Deswegen, weil ich festgestellt habe, dass aus jedem Sturm in meinem Leben am Ende eine Art Song entsteht, also entweder ein richtiger Song oder ein Bild oder,
Ein Gedicht, irgendwas, was ich mitnehmen kann, also alles, was passiert, kann ich in irgendwas anderes transformieren, was nicht am Ende nährt.
Und das finde ich ähm,
Ich glaube, das kann jeder Mensch auf seine eigene Art mit den Mitteln. Es muss ja nicht immer was Konkretes sein, was dabei rauskommt, die ein wirkliches Lied, aber,
dass wir halt diese Fähigkeit haben, dass dass irgendwas Gutes umzuwandeln, weil am Ende ja auch was Gutes mit drin ist.
Und ich habe einfach gehofft, dass wenn ich diese kleinen Geschichten, die mir da passiert sind, also es sind ja, das heißt ja ähm also der Untertitel ist ja Gedankenbilder und Erinnerungsstücke,
Und Gedankenbilder sind halt solche Texte wie ich den der den ich grad vorgelesen habe so kleine Schnipsel aus dem Hier und Jetzt und die Erinnerungsstücke sind ähm,
ja so kleine autobiografische Texte aus der Zeit meines Studiums, als ich Französisch und Kunst in Münster studiert habe, ähm,
Und Menschen mir begegnet sind, die in mir eine Spur hinterlassen haben, wo auch diese Verbundenheit eine ganz große Rolle spielt und wenn ich die bei meinen Konzerten vorlese und die, ne, zu meinen Songs zum Vorlese, dann sagen ganz oft die Leute zu mir hinterher, wow,
Ich habe mich da total drin wiedergefunden, obwohl es gar nicht um mich ging und das war genau das, was ich gehofft habe. Dass die Menschen sich in dem Buch wiederfinden. Das ist nicht meine,
Geschichte ist und das eigentlich ist, was uns alle.
Ja, in unserem Menschsein halt ähm irgendwie berührt und daran erinnert, wer wir halt sind und zu uns selber also, dass wir uns selber auf die Schliche kommen sozusagen. Mhm. Ähm und ich find's total schön, dass du den Text genau ausgesucht hast,
Weil der, glaube ich, grade mit dir auch ganz viel zu tun hat und ja einfach ja schön, dass du dich daran,
wiedergefunden hast und ich freue mich jetzt schon, wenn dein Frühling richtig losgeht. Der wird ja das fand ich auch krass, weil ich total ähm irgendwie so,
äh Frühlings, also nicht Frühlings- ähm Jahreszeiten-Affin bin, die inspirieren mich immer total, so die Wechsel und auch so die Unterschiede der Jahreszeiten
Ja und,
Und irgendwie genau, mit Frühling, ne, verbinde ich immer so diese diese neue Kraft, die die da äh sprießt und was Neues entsteht und und ich habe so richtig gemerkt, ähm.
Mich das erschüttert hat, dass es dass ich nicht so aus der Krise rausgekommen bin. Ich dachte irgendwie, ah jetzt kommt der Frühling, ich komme aus dem Winter raus, aber es ging noch nicht so
wie die Jahreszeiten bei mir dein dein eigener innerer zu Ende. Genau. Ja. Und ich muss sagen, das war das fand ich am Anfang echt hart, so ähm weil ich da so viel Hoffnung reingelegt hatte, dass
ja äh das ist bei mir synchron sein würde mit dem echten Jahreszeiten ähm und dann einfach im Frühling sogar im Sommer noch selber im Winter zu sein. Ähm,
Das fand ich schon echt hart, aber ähm ich finde das grade wirklich inspirierend so die ganzen Bilder, die du so aufmachst, ne, die die.
Sozusagen ja diese ganzen Metaphern, die könnten dass man die ja auch losgelöst von diesen ganzen Vorstellungen eben sehen kann oder dass man sich von den Vorstellungen lösen kann dadurch, das finde ich echt schön.
Weil ich finde, es ist ja auch vielleicht ist das ja auch was, was ein Grund ist, warum manche Menschen heutzutage im Burnout sind oder dass wir Gefahr laufen, ins Burnout zu kommen, weil wir eben nicht,
Auf unserer eigenen inneren Jahreszeiten hören weil weil ich hatte auch dieses Jahr das Gefühl, mein Winter dauert ewig.
Also ich hatte im im März habe ich äh nee Email habe ich noch gedacht, ei ei, was das ist aber dieses Jahr echt verkrustet an in mir und ich habe dann einen Song geschrieben, der mir dabei irgendwie geholfen hat, das loszulassen.
Das war ganz schön. Es äh das war und danach habe ich das Gefühl gehabt, okay, jetzt kann der Frühling Ende Mai losgehen.
Mhm. Und da habe ich auch gedacht, das hat mit mir was gemacht, dass es nicht so war, dass mein innerer Frühling mit dem äußeren Frühling konkurrent war.
Und dann habe ich aber gleichzeitig gedacht, aber wer sagt denn, dass meine Zeit so ist wie,
ne Baby, die alle anderen Zeiten unsere eigene Zeit und auch da, ne, haben wir schon wieder diesen Druck, dass dass es irgendwie doch jetzt langsam mal losgehen müsste. Ja, total. Und dass wir das selbst in dem Moment, wo wir halt merken,
es ist halt einfach vielleicht noch nicht so weit, dass wir trotzdem uns dann dafür auch schon fast wieder also sauer sind auf uns selber, auf eine Art. Jetzt immer noch nicht, also immer noch nicht. Wie lange es denn noch? Total und,
das macht irgendwie das macht's halt echt nicht einfacher, dann da wirklich ja in den Frühling zu kommen, glaube ich, wenn wenn man den so,
heranschreit. Ich weiß gar nicht, wie ich's anders sagen ja, das ist auch echt was
Auskrisen lernen kann, ne, dass man einfach sein eigenes Tempo hat und dass man sich nicht von außen ja. Ähm ja, dass man nicht mich stressen lassen darf, wenn draußen das Tempo ein anderes ist.
Ja, weil man ja vor allen Dingen ja deswegen auch erst recht nicht schneller wird. Also das ist das ist ja irgendwie das,
Weil er nach der kognitive Stress dazukommt, finde ich, wird's also bei mir ist das dann ganz oft auch direkt körperlich. Dann sagt mein Körper erst recht, nö, also so schon mal gar nicht. Und dann, dann, ja, dann,
Sehe es richtig so wie er als ob mein Körper vor mir steht mit verschränkenden Armen und sagt, nö.
Offensichtlich hast du's ja immer noch nicht kapiert, dass es so nicht funktioniert.
Ja
Aber ich wünsche dir total ähm liebe Ute, dass der Frühling einfach dieses Wissen, dass der Frühling für dich kommt, ist das einfach irgendwie,
Ja wie so ein so ein so ein so ein innerer Anschub ist, also dass du halt weißt, der der wird nicht verloren sein, der wird super und der kommt und,
Richtig groß. Ich bin auch so weit, dass ich sage, auch selbst wenn er nicht kommt, ich hatte so viele Frühlinge in meinem Leben und auch die nähern mich,
Ich habe in letzter Zeit das ganz oft,
Dass so Erinnerungen aufploppen, auch so aus meiner Kindheit einfach so ein schöner Moment, wo ich irgendwie mit dem Feld spazieren gegangen bin oder so oder ein Geruch oder und und ich merke, wow, das,
Das habe ich erlebt und das trage ich mit mir und das ist was, was mich nährt und ähm,
Ja, das war so auch so eine Erkenntnis, dass dass diese Erinnerungen, diese Erinnerungen an Momente, wo ich wirklich präsent war, dass das eine Ressource ist und die,
Mich nährt, egal wann so und deswegen ne, dass dass du sozusagen deine eigene innere Welt mit deinem,
Ja, mit allem, was du mit also erlebt hast und und was du halt bist, immer Bad dabei hast. Mhm. Dass es halt nie weggeht. Das das finde ich ist auch so.
Ja, das ist dein eigener, innerer Garten, den hast du immer dabei und egal, ob grade Winter ist oder nicht. Und ich finde, das ist auch was total Tröstliches. Das kann dir niemand nehmen und das kann auch das Leben, den ich nehme und,
ja. Das hast du bei dir. Ja.
Das stimmt. Und dass du da auch so rankommst an die Sachen aus deiner Kindheit finde ich auch ganz toll. Also ich glaube es gibt so viele Menschen, die gar nicht mehr wissen,
für Momente das eigentlich waren, die haben die sagen ich weiß gar nicht irgendwie gar nichts mehr. Irgendwie alles weg. Mhm.
Ist das jetzt auch bei dir grad so eine Zeit, weißt du, wo du an solche Sachen so dich zurück erinnerst, weil die wichtig waren das Außen jetzt grad vielleicht so ein bisschen so einen Schritt zurück macht, weil das irgendwie wichtig ist, dass du dich erinnerst. Ja. Dann genug erinnert hast,
Dann kannst du sozusagen neue Erinnerungen jetzt hier draußen im Hier und Jetzt sammeln. Ja.
Ja. Ich glaube, das ist auch eine Erinnerung, da wie wichtig das ist, so im im Moment zu sein. Mhm.
Dass wir das unbedingt im Laufe des Lebens ja ganz oft verlieren und als Kinder, haben wir das noch? Und das ist auch so eine Erinnerung daran,
wie wichtig das ist und dass es auch jetzt quasi dass ich auch jetzt präsent sein kann und ja,
Ja und das auch jetzt wieder ein Moment ist, genau, der dann in deine Schatzkiste kommt genau. Wer weiß, wann du dich an denen erinnerst. Ja, das denke ich auch ganz oft. Ob ich mich an diesen Himmel wohl erinnern werde? Ja.
Oh, ich finde das total schön, weil ich glaube, das ist auch was so was so als Mutter, auch deinem Kind mitgehen kannst. Ne, so diese also ich glaube, du kannst das total gut so im Moment.
Schöne zu sehen und das für dich auch als was ganz Heilsames irgendwie dankbar in dir aufnehmen und ich glaube, wenn du das
mit deinem Kind heilst, ist das, glaube ich, was, was was ihn vor einigen, weiß ich nicht, Sitzungen, Therapie, die bewahren wird später, weißt du?
Ja, weil ich finde grade, also ich ich hätte mir das für meine Mutter auch gewünscht, dass sie früher das näher gekonnt hat. Das bis heute kann sie das nicht so gut. Mhm.
Und ich glaube, das ist halt was, was einfach einem ja, das ist auch wieder so eine Ressource, die du halt hast, die du die du nicht von außen brauchst. Mhm.
Und das ist halt das also all das macht dich glaube ich äh resilient gegen irgendwelche Stürme, an denen du nichts ändern kannst. Mhm.
Oh, ich finde das so schön, liebe Ute, dass du deinen Podcast wieder,
aus der Kiste holst jetzt. Ja, mal gucken. So, ich mache hier kleine Schritte, also,
wo mich das hinführt, aber genau, einfach erst mal wieder Schritte machen. Das schön, dass das wieder geht. Dafür bin ich auch echt dankbar. Das glaube ich.
Das ist also ich habe in meinem Podcast bis jetzt immer so eine Abschlussfrage gehabt ja jetzt um das Thema Krise geht,
habe ich gedacht, frage ich dich zum Abschluss vielleicht ähm,
ob du etwas hast, eine Botschaft, die du gerne Menschen mit auf den Weg geben würdest, die grad in einer Krise stecken oder die grade sich ähm ja hilflos, machtlos fühlen, irgendwie feststecken.
Irgendwas, was du denn mit auf den Weg geben würdest, gerne?
Ich glaube, der das, was ich mitgeben würde habe ich glaube ich schon ja in einem Gespräch schon schon gesagt, dass dass,
Dass sie nicht aufhören sollen, daran zu glauben, dass sie also in ihrem eigenen Leben was bewirken können. Also ne, dass das ähm,
das alles, was was den in ihrem Leben vielleicht passiert, nicht gegen sie ist,
Sondern dass es vielleicht einfach ja, manchmal eine weiß ich nicht, eine Botschaft des Lebens ist, die manchmal nicht leicht zu verdauen ist, aber aus der.
Ja, vielleicht was Neues erwachsen kann und wo man hinterher zurückblickt und denkt, wow, wer hätte das gedacht, aber in dem Moment bin ich vielleicht mehr zu mir selber geworden, als ich's jemals gedacht habe,
Also weißt du, das ist,
ja, das das, was uns passiert, nicht nicht dazu da ist, um uns einen Bein zu stellen, sondern ich glaube eher, dass es dazu da ist, dass wir halt wachsen und.
Ja ich bin das jetzt natürlich eine total schlimme Krankheit ist, dann ist das eine total schlimme Krankheit und das fühlt sich in dem Moment bestimmt nicht an, wie was wo man wächst.
Aber also ich kann's halt nur von meinen eigenen Krankheiten sagen, die ich so durchgestanden habe, dass ich hinterher immer das Gefühl hatte, ich bin irgendwie mehr zu mir geworden, als ich vorher war.
Und das hat mir im Nachhinein dann irgendwie echt immer Mut gemacht. Mhm. Und dass ich halt immer Möglichkeiten habe, dass durch die Art, wie ich die Dinge halt betrachte,
dass ich das entscheiden kann, das ist das Einzige, ja, was ich immer daran haben werde im Leben ist, wie ich auf die Dinge gucke. Das kann ich selber entscheiden. Und ich kann entscheiden, ob ich jetzt weiter, also ob ich die,
Die Frau am Steuer bin in meinem Lebensboot,
Oder ob ich hinten in der Kabine sitze und warte, dass ich nicht untergehe. Mhm. Aber ich weiß natürlich auch, dass in der Krise, wenn ich grade keine Kraft habe, äh die Steuerfrau zu sein,
dass es da nicht leicht ist und dass man dann,
Aber vielleicht Leute hat die man fragen kann, ob sie sich mit einem zusammen da hinstellen oder ja, also dass man wirklich selber immer noch Dinge in der Hand hat.
Ja. Ja.
Ja, vielleicht ist wirklich die Antwort dieses Make-Piece with what is. Mhm. Und von daher, das ist so und dann wird dann dann sieht man weiter, was dann passiert.
Vielen Dank.
Das Gespräch. Das war wirklich so äh wertvoll und so reichhaltig und ähm,
Da sein durfte. Ich habe mich total gefreut. Vielen, vielen Dank. Und auch danke für das, was du geteilt hast, liebe Ute.
Sehr gerne. Sehr, sehr wertvoll auch. Und hier kommt noch ein kleiner Nachtrag,
Dieses Gespräch fand schon vor einiger Zeit statt, hat aber, wie ich finde, an Aktualität nichts verloren. Was sich aber in der Zwischenzeit verändert hat, ist,
dass Julis schönes Buch, über das wir hier gesprochen haben, mittlerweile fast ausverkauft ist und sie möchte jetzt gerne eine neue Auflage drucken lassen,
Und um das möglich zu machen, hat sie eine kleine Kunstaktion gestartet und zwar verkauft sie ganz viele ihrer tollen Bilder, Originale,
Und wenn ihr Juli unterstützen und eines dieser Bilder erwerben wollt, dann schaut doch mal in die Shownotes. Da verlinke ich nämlich ihre Aktion. Alles Liebe zu euch.
Das war's für heute mit Chaos, Kunst und Mutter im Mund. Der Podcast für.
Ich freue mich, wenn ihr das nächste Mal wieder dabei seid.
Nochmal.